GRÜNDERINNEN.innovieren.WIRTSCHAFT (gfgw)
Role Models. Best Practices. Handlungs-Perspektiven
Das drei-jährige Projekt der bga „Gründerinnen fördern grüne Wirtschaft (gfgw)“ untersuchte, wie Gründerinnen nachhaltige und innovative Geschäftsmodelle entwickeln. Das Ziel: die Verwirklichungs-Chancen von nachhaltigen Gründerinnen zu verbessern – und dabei auch den Transformationsprozess hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu unterstützen
Bei der Berliner Transfertagung „Gründerinnen innovieren Wirtschaft“ Ende Oktober wurden Role Models, Best-Practices und Handlungsperspektiven vorgestellt. Es wurden insgesamt vier Modell-Experimentierräume im Rahmen des Projekts umgesetzt:
- InvestInHerBusiness (Baden-Württemberg) zielte auf neue Finanzierungswege für Gründerinnen.
Gründerinnen erhalten deutlich weniger Finanzierungsmöglichkeiten als ihre männlichen Kollegen. Wie kann hier mehr Gleichstellung passieren? Das Transfercenter der Universität Stuttgart entwickelte dazu in Kooperation mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus gemeinsam mit namhaften Fachleuten aus den Bereichen Banking und Investment sowie den Gründungs-Ökosystemen als auch Gründerinnen Lösungsansätze.
- Nachfolgerin for Future (Hessen) machte Unternehmensnachfolge als unternehmerische Option sichtbar.
Rund 215.000 Unternehmen in Deutschland wünschen sich eine kurzfristige Nachfolgeregelung. Nur der Hälfte dieser Unternehmen können Erfolgsaussichten attestiert werden. Auf Basis dieser Entwicklung nahm jumpp – Frauenbetriebe e.V. als Anlaufstelle für Unternehmensnachfolge in Hessen das Thema in den Fokus und realisierte mehrere Events, um dem Thema „Nachfolge als Nachhaltigkeitskatalysator“ mehr Sichtbarkeit zu verschaffen.
- Gründerin goes excellence (Mecklenburg-Vorpommern) nutzte einen Unternehmerinnenpreis zur Sichtbarkeitssteigerung im ländlichen Raum.
Gründungen im ländlichen Raum stehen vor größeren Herausforderungen als vergleichbare Vorhaben in Ballungsgebieten – insbesondere, wenn Frauen nachhaltig gründen. In diesem Experimentierraum wurde mit der Methode „Auslobung eines Unternehmerinnenpreises“ ein Lösungsansatz entwickelt, um Gründerinnen mehr Sichtbarkeit zu ermöglichen und Zugänge zu attraktiven Netzwerken zu eröffnen.
- Impact-orientiertes Mentorinnenprogramm (Nordrhein-Westfalen) begleitete Frauen beim Start ihrer Gründung mit Fokus auf Nachhaltigkeit.
Hochschulabsolventinnen gründen seltener als ihre männlichen Kollegen. Um Impact-Gründerinnen besser auf ihren ersten Metern als Gründerin zu begleiten, entwickelte die Bergische Universität Wuppertal, eingebettet in das Projekt „Women Entrepreneurs in Science“, ein Mentorinnenprogramm, das spezifisch auf die Bedarfe nachhaltiger Gründerinnen zugeschnitten war.
Die Erkenntnisse wurden in einem Workbook gebündelt, das Materialien, Expertisen und Handlungsempfehlungen enthält. Weitere Infos zu diesem Projekt finden Sie hier.